Die SPD Waldbröl beantragt den Verkauf der Anteile der Stadt Waldbröl von Agger Energie

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

zur Sitzung des Rates der Stadt Waldbröl am 14.03.2007 stellt die SPD-Fraktion folgenden Antrag:

„Der Rat der Stadt Waldbröl beauftragt die Verwaltung, die Anteile der Stadt an der Gasgesellschaft „Aggerenergie“ umgehend zu veräußern.
Der Erlös daraus wird bei einem Energieversorger angelegt, der Energieträger aus Erneuerbarer Energie produziert und vertreibt und bei dem die Eigenkapitalrendite mindestens 10 % beträgt.“


Begründung:

Die Nutzung fossiler Energieträger zerstört nachweislich Klima und Umwelt. Die Ressourcen gehen zur Neige, die Preise erreichen astronomische Höhen und ein Ende ist nicht in Sicht. Immer neue Preisschübe beim Ölpreis ziehen ein stetes Angleichen der Gaspreise nach sich.
In dieser fatalen Situation liest und hört man immer wieder von Rekordgewinnen der Energieversorgungsunternehmen (BP fährt Rekordgewinn ein - Ergebnis steigt 80 Prozent / EON kauft Energieunternehmen in Spanien für 41 Milliarden €). Gleichzeitig wissen Normalverdiener und insbesondere Menschen mit niedrigeren Einkommen nicht mehr, wie sie die ständig steigenden Energiepreise bezahlen sollen.
An dieser Preispolitik verdient auch die Stadt Waldbröl, weil sie Mitgesellschafter der Gasgesellschaft Aggerenergie ist.
Die SPD-Waldbröl verfolgt mit ihrem Antrag folgende Ziele:

  • Die Stadt Waldbröl begibt sich in eine unabhängige Position zu allen Energieversorgungsunternehmen und bleibt damit frei in ihren Entscheidungen auf dem sich liberalisierenden Energiemarkt.
  • Die Stadt Waldbröl strebt eine 100%ige Trennung von fossilen Energieträgern an und stellt ihre Energieversorgung auf erneuerbare Energieträger um.
  • Die Stadt Waldbröl erklärt ihren Willen, die Energieversorgung in Zukunft dezentral in der Region auf genossenschaftlicher Basis zu betreiben und damit für stabile Preise zu sorgen.

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