Verkehr

Die Entwicklung unserer Stadt braucht eine moderne Mobilität. Die Verkehrsanbindung an das überörtliche Verkehrsnetz, aber auch die innerstädtische Verkehrssituation müssen verbessert werden. Es gibt mehrere Maßnahmen und Projekte, die Waldbröl zur Standortsicherung braucht.


Anrufsammeltaxi/Taxibus

Jeder junge und ältere Mensch soll aus jeder Außenortschaft auch ohne Auto überall hin kommen. Mobilität ist Lebensqualität und sorgt für Sicherheit. Ich setze mich schon seit mehr als 10 Jahren dafür ein, dass alle Ortschaften in ein Anrufsammeltaxi / Taxibussystem eingebunden werden.

Anrufsammeltaxis kommen auf Anruf zur Haltestelle im Ort und bringen ihre Fahrgäste innerhalb der Gemeinde genau zum Ziel (Bank, Post, Krankenhaus, Rathaus usw.) - oder zu Freunden im Nachbarort. So kommt man auch zu Bus- oder Bahnhaltestellen. Sie fahren nicht auf festen Linien, sondern immer auf den kürzesten Wegen. Dieser Service kostet etwas mehr als der übliche Buspreis, weil man immer direkt zum Ziel gefahren, also auch mit schweren Taschen bis vor die eigene Haustüre gebracht wird.

Taxibusse fahren immer auf Linien von Haltestelle zu Haltestelle. Man muss also immer noch ein Stück des Weges laufen. Dafür fahren die Taxibusse jedoch zum Buspreis.
In unserer Gemeinde ist ein Konzept längst überfällig, in dem Anrufsammeltaxis und Taxibusse die Fahrgäste innerhalb der Gemeinde befördern und sie für weitere Fahrten zu den Haltestellen der Busse und der Bahnen bringen. In einem solchen Konzept wäre dann jeder Mensch, der sich in der gemeinde Waldbröl aufhält, im Stundentakt mobil - preiswert und umweltfreundlich.
Auf unsere Initiative hin, wurde eine Taxibuslinie im südlichen Gemeindebereich eingerichtet.




Wiehltalbahn

Nach 15 Jahren engagiertem Einsatz für die Wiehltalbahn, ist es uns gelungen, die Strecke für die nächsten 50 Jahren in ihrem Bestand zu sichern. Der Förderkreis zur Rettung der Wiehltalbahn hat mittlerweile alle Gerichtsverfahren gewonnen und reaktiviert die Strecke zur Zeit bis zum Waldbröler Bahnhof. Es besteht die Möglichkeit, dass die ersten Tourismusfahrten mit der Dampflok "Waldbröl" noch in 2009 stattfinden werden.

Gütertransport
Durch die Energiepreisentwicklung und die Klimaprobleme brauchen wir die Schienenanbindung dringender denn je. Die Einsenbahnlinie schließt Waldbröl an das internationale Schienensystem an. Sie verläuft durch das Industriegebiet und kann damit in Zukunft große Teile des Güteraufkommens auf die Schiene verlagern. Damit bieten sich für unsere Industrie zwei Optionen - die Straße und die Schiene. Diesen Standortvorteil werden wir in Zukunft Gewinn bringend nutzen können. Die Option Schiene sichert uns die überregionale Verkehrsanbindung, auch wenn die Umweltprobleme immer größer werden sollten.

Personenverkehr
Sollten die Treibstoffpreise - und danach sieht es auf Dauer aus - weiter drastisch steigen, dann brauchen wir eine preisgünstige Verkehrsalternative für den Personenverkehr. In Kombination mit Anrufsammeltaxi und Taxibus wird die Wiehltalstrecke die optimale Mobiltätsalternative werden.

Tourismusverkehr
Touristen, die als Naherholungssuchende ins Oberbergische kommen, brauchen Mobilität. Da immer mehr ältere Menschen und Familien die Naherholung suchen, brauchen wir eine preiswerte Mobilität für unsere Gäste.
Wenn Besucher unserer landschaftliche schönen Heimat mit der Bahn kommen, können sie Ausflüge per Rad oder zu Fuß unternehmen und mit Anrufsammeltaxi oder Taxibus von vielen Punkten innerhalb der Gemeinde wieder zurück zur Bahn oder zu ihrer Unterkunft gebracht werden. Wenn alle attraktiven Ziele in unserer Gemeinde mit Haltstellen versehen werden, können unsere Urlauber immer wieder zu ihren Ausgangspunkten zurück oder zu den nächsten Sehenswürdigkeiten gebracht werden.
Tourismus braucht eine intelligente Infrastruktur, dann kann sich auch die Fremdenverkehrsbranche entwickeln. Ein Fremdenverkehrskonzept muss neben attraktiven Inhalten auch über eine moderne Form der Mobilität verfügen. Wenn wir das in Waldbröl schaffen, schaffen wir zusätzlichen Umsatz und zusätzliche Arbeitsplätze.

Ich strebe an, dass in Zukunft die Dampflok "Waldbröl" wieder durch's Wiehltal schnauft und die Tagesausflügler zu unseren Vieh- und Krammärkten und zu den Wochenenden nach Waldbröl bringt. Auch das würde einen Aufschwung für Waldbröl und seine Gastronomiebetriebe bedeuten. Daraus könnte sich ein touristischen Konzept entwickeln, mit dem Europa weit geworben werden könnte. Die Dampflok "Waldbröl" ist ein ideales Werbeobjekt und würde zum charakterischen "Wahrzeichen" unseres oberbergischen Tourismus werden.

für weitere Informationen: www.wiehltalbahn.de




Kreisverkehre

Am Boxberg und an der Ecke Kaiser-/Gartenstraße müssen sie gebaut werden. Weitere Kreisverkehre können wir uns aber erst leisten, wenn wir unsere Schulden abgebaut haben. Wir müssen mit dem Geld, das wir zur Verfügung haben, sorgsam umgehen und genau überlegen, wofür wir es ausgeben. Die Straßen müssen in Ordnung gehalten werden; reine Prestigeobjekte wie den Kreisverkehr auf der Brölstraße / Einfahrt Talstraße sind überflüssig und kosten nur unnötig Steuergelder.
Wir dürfen dabei nicht vergessen, dass unser Haushalt zur Zeit immer noch über 5 Millionen Euro Schulden pro Jahr produziert.

Entlastung der Innenstadt
Ich habe vor Jahren das „Waldbröler Ei“ entwickelt. Die Nordumgehung mit Anschluss an die A4 würde die Wettbewerbsfähigkeit unserer Gemeinde verbessern. Der Bau der darin geplanten und bereits untersuchten Trasse würde die Stadt und unser Industriegbiet direkt an die Autobahn anbinden.

Die Weiterführung der K 28 von Happach durch das Schulzentrum lehne ich ab. Es ist nicht zu verantworten, wesentliche Verkehrsströme und den Schwerlastverkehr durch ein Schulzentrum zu leiten, in dem mehrere tausend Schüler täglich die Straße überqueren müssen. Außerdem besteht die Gefahr, dass nach dem Bau einer solchen Trasse durch das Schulzentrum der spätere Bau der eigentlichen Nordumgehung nicht mehr genehmigt werden wird, weil dann die Notwendigkeit zu deren Bau von den Behörden nicht mehr gesehen werden könnte.

Unmittelbar nach Fertigstellung des Anbaus an das Amtsgericht, muss eine sinnvolle Verkehrsführung die Hochstraße beruhigen und von Durchgangsverkehr frei halten.